wat biste, wat haste, wat kannste

Anguskuh

Unser Landwirtschaftsbetrieb wurde 1991 gegründet und ging zunächst als eine eingetragene Genossenschaft eG aus der ehemaligen LPG Oderberg/Liepe Abteilung Färsenproduktion hervor.

Nach dem Ende der DDR herrschte eine große Unsicherheit über die Zukunft und Fortbestehen von Arbeitsplätzen und Unternehmen. 

Dennoch standen die Zeichen auf Neuanfang und es schlossen sich 8 mutige optimistische Mitglieder zu einer Genossenschaft zusammen und gründeten die WEIDEWIRTSCHAFT-Liepe.
Im Fokus stand weiterhin die artgerechte Weiderinderhaltung. Darin waren wir schließlich spezialisiert. Gebäude, Maschinen und Fachkräfte waren auch vorhanden. Allerdings entschieden wir uns dazu, ab sofort reine Fleischrindern zu züchten. Die geeignetste Rinderrasse für unseren Standort schienen "Deutsche Angus" zu sein.

Ein weiterer Umstand war die Lage im Biosphärenreservat „Schorfheide-Chorin“. Der besondere Anspruch an die Natur und den Umweltschutz ließ uns zu dem Entschluss kommen ökologisch zu wirtschaften und die Rinder extensiv zu halten. Als der Kopf sich dann auch mit „Bio“ angefreundet hatte, war klar in welche Richtung es geht. 1994 wurden wir Gründungsmitglied von BIOPARK e.V.

Neben der Vermarktung der Nachzucht rückte ab 1998 Wurst- und Fleischverarbeitung in den Fokus. Mit eigener Fleischerei haben wir mittels Hofladen, Online-Shop und Verkaufsmobil unsere handwerklich hergestellten Fleisch- und Wurstwaren unter die Leute gebracht. Inzwischen mussten wir erkennen, dass die Herstellung von Salami und Co. wesentlich einfacher ist, als deren erfolgreiche Vermarktung. In Folge dessen haben wir nach mehreren erfolglosen Anläufen und personeller Veränderungen die Produktion 2013 wieder eingestellt. 

Angusherde im Niederoderbruch

Um sich von landwirtschaftlichen Förderungen unabhängiger zumachen suchten wir, neben dem Exkurs Fleischerei, nach weiteren Alternativen und wurden im Energiesektor fündig. Seit 2004 betreiben wir eine 65 KWp Photovoltaikanlage. 

Eine umfängliche Sanierung der gesamten Stallanlagen und betrieblicher Infrastruktur fand 2018 statt. Damit konnten wir die Haltungsbedingungen unserer Rinder und das Tierwohl signifikant steigern. Außerdem wurde Anfang 2018 der Nachfolger Hendrik Manzke zum zweiten Geschäftsführer bestellt. In enger Absprache und Zusammenarbeit werden nun die zukünftigen Entscheidung von Vater und Sohn gefällt. 

Das erste große gemeinsame Projekt war die Planung und Inbetriebnahme einer weiteren Photovoltaikanlage in Liepe und einer in Bralitz. 

Solaranlage
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Rinderställe